Philosophie
InNatura Videovorstellung für Kinder & Jugendliche
InNatura schnell erklärt (PDF)
InNatura ist lateinisch und steht für in Wirklichkeit, leibhaftig, persönlich, echt sein und genau das wollen wir, man soll sich auf uns und unser Wort verlassen können. Wir können nicht alles möglich machen, aber wir lassen nichts unversucht. Wir das sind Bettina Knierim und Anja Goldberg, die einige Menschen mit ebenfalls großem Herz für Kinder an die Firma binden konnten, obwohl sie bei uns nur als freie Trainer zum Einsatz kommen können. Alle zusammen sind wir das InNatura Team, ein Agentur für pädagogische und nachhaltigkeitswissenschaftliche Dienstleistungen. Mit Herzblut und viel Leidenschaft führen wir diese Firma, haben schon so einigen Stürmen getrotzt und unser Kernanliegen nie aus den Augen verloren: Wir möchten Kinder stärken!
Wir sehen uns nicht einfach nur als Dienstleister, wir verstehen uns als Partner im Bereich der Berufsorientierung, Ausbildungsreife und dem regionalen Übergangsmanagement. Durch den Weg, den unsere Agentur genommen hat, ist unser Angebot sehr breit angelegt. Wir entwickeln sowohl Datenbanken, die den Handlungsbedarf der Region spiegeln als auch Konzepte zur Berufsorientierung, Ausbildungsreife, Kompetenzdiagnostik und –entwicklung, die pädagogisches und betriebswirtschaftliches Wissen integrieren und an jedes Budget angepasste Lösungen bieten des weiteren halten wir Kongresse rund um die Gesamtthematik ab. Wir stehen mit unseren freien Trainern oft gemeinsam in der Durchführung und beraten Kinder im Rahmen eines Edelprofils in schülerVZ, da der Austausch mit den Kindern und Jugendlichen für uns das entscheidende Beratungskriterium ist. Nur wenn wir die Wünsche, Nöte und Hoffnungen der Jugend kennen, können wir unsere Konzepte so aufbauen, dass die Kinder und Jugendlichen den größten Nutzen daraus ziehen. Eine Maßnahme, die zwar „schön“ ist, weil sie den Schulalltag unterbricht, ansonsten aber keinen Effekt zur Ausbildungsreife oder zur Berufsorientierung hervorbringt, stellt weder für die Kinder und Jugendlichen eine Bereicherung dar noch für die Wirtschaft oder für die Kommunen. Wir können es uns als Gesellschaft nicht leisten, Kinder und Jugendliche nicht frühzeitig eine Hilfestellung zu bieten und sie ihren Stärken entsprechend zu beraten, ebenso wenig können wir es uns bei immer knapper werdenden Haushaltskassen leisten in qualitativ schlechte Angebote zu investieren. Unsere Agentur schaut immer aus zwei Richtungen aus dem Blickwinkel der Kinder und aus dem Blickwinkel der Gesamtwirtschaft. Die Leistungsfähigkeit unseres Landes hängt von unserer wirtschaftlichen Stärke ab, diese können wir nur aufrechterhalten, wenn in diesem System jeder seinen Platz findet. Als Gesellschaft tragen wir eine Gesamtverantwortung für alle Kinder, kein Kind sollte durch uns und unser System zum „Loser“ gemacht werden. Im Moment sind wir noch weit von diesem Ideal entfernt. Jeder aus unserem Team hat immer wieder Begegnungen mit Kindern, die uns in unserer Arbeit sehr geprägt haben.
Auszug aus einer kurzen Unterbrechung in einem Gespräch mit dem 12-jährigen Dennis als er einen vorbeilaufenden Klassenkameraden sieht: „Was ist das für eine komische Begrüßung?“ „Das ist ein L!“ „Aha, und was soll das mit dem L?“ „Kennst Du das nicht?“ „Nein.“ „Wir sind Loser!“ „Mein Gott, warum begrüßt Ihr Euch so?“ „Tina, wir SIND Loser! Wir sind Förderschüler, was denkst Du??“
Tja, was denkt man dann, dass es so nicht weiter gehen kann. Wir können Ihnen von vielen Erlebnissen dieser Art berichten. Durch den Austausch mit den Kindern und Jugendlichen haben wir mittlerweile ein großes Konzept-Sortiment, welches tatsächliche Hilfestellungen bietet. Wir haben unsere Konzepte immer angepasst und werden es auch weiterhin tun. Wir mussten lernen, dass die Wünsche der Kinder ganz oft nicht konform gingen und gehen mit den Wünschen der Auftraggeber. Wir blieben und bleiben den Wünschen der Kinder treu, auch wenn wir durch diese Konsequenz Aufträge verloren haben und wahrscheinlich noch verlieren werden. Der Industriemanager Joachim Milberg hat einmal gesagt: „Wir haben in Deutschland eine doppelbödige Diskussion: Alle wollen zurück zur Natur, aber nicht zu Fuß.“ Wenn man Kinder und Jugendliche beraten will, mag es verlockend sein gut dotierte Aufträge ohne Einbeziehung der Welt der Kinder anzunehmen, aber es macht wenig Sinn. So gehört es zu einem unseren festen Grundsätzen, dass wir uns von den Kindern und Jugendlichen duzen lassen. Nach eigenen Angaben fällt es den meisten Kindern leichter, wenn sie ihr gegenüber duzen können, diese Person in Alltagskleidung erscheint und sich sowohl für ihr Leben interessiert als auch bereit ist vom eigenen Leben zu erzählen, in dem auch Fehler passieren. Sie möchten ernst genommen werden, sie möchten nicht dass man über sie redet, sondern mit ihnen. Bei unseren Trainern kommt es uns mehr auf die Einstellung Kindern gegenüber an, wie auf ein abgeschlossenes (sozial-)pädagogisches/psychologisches Studium. Ein Herz für Kinder sollte man mitbringen, alles andere können wir durch Schulungen ergänzen. Wir arbeiten immer in multiprofessionellen Teams, was die Teammitglieder untereinander als absolute Bereicherung empfinden und auch den Kindern einen größeren Nutzen bringt. Wir arbeiten u. a. auch nach dem Prinzip von Ruth Cohn, dass Störungen Vorrang haben. Aus diesem Grund empfehlen wir Schulen, die mit uns zusammenarbeiten wollen, dass wir zunächst eine Kompetenzfeststellung vornehmen und dann darauf abgestimmt einen an dem Bedarf der Kinder ausgerichteten Kompetenzentwicklungsplan erarbeiten. Es gibt immer Gemeinsamkeiten bei den Entwicklungsmomenten, aber es gibt auch immer Unterschiede. Es kann z. B. sein, dass die Zusammensetzung der Klassengemeinschaft für das Kompetenzentwicklungsprogramm A gar nicht den erforderlichen Raum und Rahmen zur Entwicklung bietet, sondern schlimmstenfalls sogar noch kontraproduktiv dazu führt, dass sich das Kind nur noch über seine Schwächen definiert und keine einzige seiner Stärken mehr wahrnimmt.
Aus unserem Wunsch auf diese Weise zu arbeiten und der Problematik, dass Gelder für Kinder und Jugendliche zu oft wegfallen, entstand in unserem Team die Idee einen Verein zu gründen. Dieser Verein dient ausschließlich zum Einsammeln von Spendengeldern, die dann an Jugendliche fließen, die aus welchen Gründen auch immer sonst keine Berufsorientierung erhalten könnten. Der Verein trägt den gleichen Namen wie unsere Gesamtidee zur Offensive Chancengleichheit. Mit dieser Offensive wollen wir es schaffen, dass zumindest im Bereich der Berufsorientierung und der Entwicklung der sozialen und personale Kompetenzen, die man zur Ausbildungsreife benötigt, in Deutschland wieder Chancengleichheit hergestellt werden kann. Die Offensive ist so angelegt, dass dann nicht alle das gleiche bekommen, sondern jeder soviel Orientierung oder Entwicklung seiner Kompetenzen bekommt, wie er benötigt. Für den einen reicht ein Programm was nur einen Tag dauert und der andere benötigt vielleicht eine Unterstützung die ggf. sogar über mehrere Jahre andauert. Ziel ist es, dass alle Jugendlichen, die Teil der Offensive geworden sind, sich alle gleich gut orientiert und alle gleich gut in ihren Kompetenzen gestärkt fühlen, was durch ganz unterschiedliche Programme erreicht werden kann.
Was uns antreibt, uns für Kinder einzusetzen ist zum einen bedingt durch die beruflichen Wege, die wir selbst genommen haben. Wir hätten uns als wir noch Jugendliche waren, gerne so ein Team wie das unsrige gewünscht, die uns einmal von unseren Stärken erzählt und unsere Blickwinkel für das was wir können erweitert hätten. Und zum anderen sind es die Erlebnisse mit den Jugendlichen. Der schönste Lohn ist es, wenn der Zufall es so einrichtet, dass man noch mal auf einen Jugendlichen aus einer Jahre zurück liegenden Maßnahme trifft, der immer noch unsere Unterlagen bei sich trägt und einem persönlich noch mal sagen kann, dass er sich durch das Training bereichert gefühlt hat und den damals gemeinsamen beratschlagten möglichen Weg konsequent weiter gegangen und mit seiner Entscheidung rund um zufrieden ist. Am häufigsten arbeiten wir mit Kindern, die mitten in der Pubertät stecken, ein nicht immer leichtes Unterfangen. Und wenn so eine Rasselbande, die einem im Laufe einer Maßnahme ein paar Nerven gekostet hat, unser Team mit stehenden Ovationen, Blumen, persönlichem Handschlag oder mit einem gestampften und geklatschten „We will rock you“ verabschieden, macht es die Gänsehaut, die man braucht, um sich in ein weiteres Wagnis mit der nächsten Rasselbande zu begeben.
Auf einem anonymen Auswertungsbogen, mit dem wir die Jugendlichen bitten uns und unsere Arbeit zu bewerten, schrieb ein Jugendlicher aus der ersten Maßnahme, die wir als InNatura durchgeführt hatten, unter sonstige Bemerkungen folgenden Satz:
„Ihr solltet immer weiter machen.“
Wir werden es versuchen!
Euer InNatura-Team